| Im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung ist
das Leitmotiv der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS). Als deutsche politische
Stiftung mit Sitz in München engagiert sich die Stiftung weltweit
für Gute Regierungsführung, für Demokratie, Frieden,
Rechtstaatlichkeit und nachhaltige Entwicklung.
Seit 1985 arbeitet die Stiftung in Ecuador und widmet sich dort in
erster Linie der Aus- und Fortbildung des unter Armut leidenden Teils
der ecuadorianischen Bevölkerung. Ziel ist es, die Aufstiegschancen
von aus einfachen Verhältnissen stammenden Personen zu verbessern.
Seit vielen Jahren vergibt die Hanns-Seidel-Stiftung Ecuador Stipendien
an begabte und gleichzeitig bedürftige Studentinnen und Studenten,
welche an renommierten ecuadorianischen Hochschulen studieren. Viele
der von unserer Stiftung bisher geförderten Ecuadorianer – es
handelt sich hierbei hauptsächlich um Indígenas – haben
mittlerweile Führungspositionen inne und/oder sind gesellschaftspolitisch
aktiv. Besondere Ewähnung verdient in diesem Zusammenhang die
gute Zusammenarbeit mit der Pontificia Universidad Católica
del Ecuador (PUCE) und der Universidad San Francisco de Quito (USFQ).
Zu unseren indigenen Kooperationspartnern zählen das Instituto
para el Desarrollo Social y de las Investigaciones Científicas
(INDESIC), der Consejo de Desarrollo de las Nacionalidades y Pueblos
del Ecuador (CODENPE) sowie die Fundación Q`ellkaj. Zusammen
mit letzterer und unter Einbeziehung von Experten verschiedener ecuadorianischer
Universitäten werden zur Zeit „Seminare für indigene Existenzgründer“
angeboten.
Die Hanns-Seidel-Stiftung Ecuador organisiert auch Diskussionsforen,
auf welchen aktuelle politische Fragestellungen behandelt werden.
Die Foren zielen darauf ab, die Akzeptanz der kulturellen Vielfalt,
das Demokratieverständnis sowie das soziale Bewusstsein in der
ecuadorianischen Bevölkerung zu stärken.
Die Partnerorganisationen Centro de Estudios de la Sociedad Civil
(CESC), Corporación Autogobierno y Democracia, Fundación
Una Nueva Opción (UNO), Fundación Acción y Desarrollo
Comunitario (ACDECOM) und Fundación Libertad 10 de Agosto stehen
politischen Bewegungen bzw. Parteien nahe. Zusammen mit diesen Organisationen
werden Bildungsmaßnahmen realisiert, welche dazu dienen, die
in einer funktionierenden Demokratie permanent benötigten politischen
Nachwuchskräfte mit dem notwendigen Know-how auszustatten bzw.
junge Frauen und Männer für die Politik zu begeistern und
letztlich zu gewinnen.
Von Juni bis Dezember 2008 leistete die Hanns-Seidel-Stiftung Ecuador
einen Beitrag zur Stärkung der Rechte von Kindern und Jugendlichen,
indem sie die Implementierung Kantonaler Räte zum Schutz der
Rechte (Juntas Cantonales de Protección de Derechos) wissenschaftlich
unterstützte. Die hierzu notwendigen finanziellen Mittel wurden
vom Auswärtigen Amt zur Verfügung gestellt. Projektpartner
waren die Corporación de Estudios DECIDE (Derechos, Ciudadanía
y Desarrollo) und der Consejo Nacional de la Niñez y Adolescencia
(CNNA). Beim CNNA handelt es sich um eine staatliche Einrichtung,
welche sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen widmet und direkt
der ecuadorianischen Regierung unterstellt ist. Die kantonalen Juntas
zum Schutz der Rechte sollen den Staat und seine Bürger dazu
„zwingen“, der Bedrohung bzw. Verletzung der Rechte von Kindern und
Jugendlichen Einhalt zu gebieten, verletzte Rechte wiederherzustellen
und alle Rechte auf Dauer zu respektieren. Auf diese Weise werden
die Juntas zu Organen, welche tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen
im Sinne der Schaffung andersartiger Beziehungen und Dialoge zwischen
Erwachsenen einerseits sowie Kindern und Jugendlichen andererseits
fördern.
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Kontakt:
Azuay E2-261 y Amazonas
Casilla 17-12-484
Quito-Ecuador
Tel. +593 2 244 2640/
2/ 926
Fax +593 2 2442640/ 2/ 926
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